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Spielbericht
Kein Gegner vs. HC Großenhain - gem. F-Jgd
15
April
Abschlussfahrt F-Jugend 2018 in die Strobelmühle nach Pockau

Mit 28 Kindern und 6 Erwachsenen an Bord starteten wir am Freitag, 13.04.2018 zu unserer alljährlichen Abschlussfahrt mit den Kindern der F-Jugend. Dass man eigentlich nicht am Freitag den 13. starten sollte, haben wir erfahren müssen.

Im Vorfeld hatten wir die Kinder in Bus- Zugkinder aufgeteilt. 14 Kinder konnten die komfortable Variante der Hinfahrt mit den Vereinsbussen nutzen. Mit den 14 Verbliebenen begaben wir uns auf das Abenteuer „Zug“. Auf dem Hauptbahnhof in Dresden angekommen wurden wir auf den Bahnsteig von schwarz gekleideten Schutzpolizisten mit den Worten „Bitte verlassen sie sofort das Bahnhofsgelände, es wurde ein unbekannter Gegenstand gesichtet“ empfangen. Fragen wurden nicht zugelassen. Wir wurden sehr bestimmt und eindringlich aus dem Bahnhofsgebäude „geführt“. Nun war guter Rat teuer – eigentlich wollten wir ja noch weiter. Nach ca. einer halben Stunde machte uns jemand darauf aufmerksam, dass wir doch in das Hauptgebäude gehen sollten – da kommen ab und an einige Durchsagen, wie man weiterfahren kann. Als dann nach einer weiteren Stunde ein Zug angekündigt wurde, der nach Chemnitz fährt recherchierten wir dann über Google, dass wir mit diesem Zug bis Flöha kommen und von Flöha fuhr dann auch ein Zug nach Pockau. Also alle zum Bahnsteig 3 – hier war dann auch nicht klar, ob der Zug die Genehmigung zur Ausfahrt bekommt. Als sich dann mit 5 Minuten Verspätung dieser Zug in Bewegung setzte, war die Freude groß – wir waren endlich raus aus dem Bahnhof! Erstaunlicherweise kam dann sogar der Anschlusszug in Pockau und zu aller Freude standen in Pockau unsere Vereinsbusse und wir mussten die verbleibenden 5 km nicht laufen! Puh – das war schon eine sehr erlebnisreiche Anreise. Die Kinder bezogen ihre Zimmer. Natürlich zog dann nicht ganz so schnell Ruhe ein. Aber da wir alleine in der Strobelmühle waren, konnten wir dies gelassen hinnehmen.

Nicht ganz so gelassen mussten wir am nächsten Morgen feststellen, dass bereits gegen 5:30 Uhr die Mehrheit der Kinder wach war. Bis 7:00 Uhr schafften wir es dann noch, dass die Kinder in den Zimmern bleiben – doch dann war die Ruhe vorbei. Katrin und Mario Gaupisch hatten diese Zeit genutzt, um das Frühstück vorzubereiten und wir wollten gerade runter zum Speiseraum, da stolpert Arno und fällt so unglücklich, dass der Arm in eine sehr ungewöhnliche Form gebracht wurde. Allen Erwachsenen war klar, dieser Arm ist definitiv gebrochen. So musste ich erstmalig in meinem Leben die 112 anrufen – innerhalb kurzer Zeit war der Rettungswagen da. Die Rettungssanitäter waren ausgesprochen nett, Arnos Arm wurde verbunden und Tina Gress ging mit Arno auf die Reise ins Krankenhaus. Arno hat es „geschafft“ dass Elle und Speiche gebrochen sind. Wir wünschen ihm jetzt gute Besserung!

Nun war unser eigentlicher Plan total durcheinander geraten. Somit verzichteten wir dann auf die Wanderung und fuhren mit den Bussen zum Erlebnispark mit 3D-Spielplatz und Sommerrodelbahn. Die Kinder genossen diese Zeit und hatten sichtbar viel Spass. Im Anschluss machten wir dann doch noch eine kleine Rundwanderung, die Anfangs bergauf führte und in einer Seiffener Schauwerkstatt endete. Wir ließen dann einige Kinder schätzen, wie weit wir gelaufen sind. Die Schätzungen reichten von 40 km bis hin zu einem Kilometer. Entsprechend APP waren es 800 m (weinender Smiley). Aber wir mussten ja auch wieder in 2 x mit den Bussen fahren, um alle 28 in die Strobelmühle zu fahren (eine Strecke ca. 20 Minuten). Kaum waren die Busse zur ersten Fahrt weg, versuchte Kjiell über den kleinen Bach zu springen. Nein er landete nicht, wie man vermuten könnte, mit dem Fuß im Fluß. Er lag komplett im Wasser. Wir wussten aber dass die Busse erst in 40 Minuten da sein werden und es war nicht so warm. Was nun? Die Rettung war dann Nils. Er hatte nicht wie angesagt, nur Jacke, Getränk und Geldbörse im Rucksack, sondern komplette Wechselsachen – Glück für Kjiell!

Am Abend nutzen wir dann in der Strobelmühle die Außenanlagen, den Spieleraum mit Billard, Airhockey, Dart, Tischtennis und Kicker bis es leckere Würste und Frikadellen vom Grill gab. 20:00 Uhr trafen wir uns dann im Diskoraum zum Kulturprogramm. Jedes Zimmer führte eine kurze Darbietung auf. Alle hatten sich etwas einfallen lassen. Den meisten Applaus bekamen die Mädchen mit ihrer Tanzdarbietung. Nach dem Duschen kehrte dann sehr schnell Ruhe in alle Zimmer ein.

Am Sonntag morgen hörten wir das erste Kind erst kurz vor 7:00 Uhr – eine enorme Steigerung zum Vortag! Gaupisch`s hatten die Zeit erneut genutzt, um uns ein königliches Frühstücksmahl zu bereiten – es fehlte nichts – sie hatten Eier gekocht, Rührei zubereitet, es gab Obst, Gegrilltes vom Vortag, Marmelade, Nutella, Kornflakes, Kaffee – einfach alles was das Herz begehrt (Smiley Daumen hoch). Dann hatten wir nur noch Zeit zum Kofferpacken und Reinigung. Im Nachhinein stellten wir zwar fest, dass nicht alle Sachen im richtigen Koffer gelandet sind, aber alle Kinder schafften es, ihre Koffer zu packen und das Zimmer „besenrein“ zu verlassen!

Trotz einiger Zwischenfälle, war es eine sehr schöne, gelungene Abschlussfahrt und wenn die Kinder zum Schluss sagen „… was wir fahren schon wieder nach Hause, ich würde gerne noch länger bleiben“ – kann es kein schöneres Lob geben.
Danke an alle mitgereisten Erwachsenen, danke an die Eltern, die die „Zugkinder“ nach Hause gebracht haben, danke an den Verein für die Busse und finanzielle Unterstützung und danke an alle Kinder, die uns mit ihrem Verhalten eine angenehme Zeit ermöglichten.